Endlich bin ich mal dazu gekommen, die Lammknochen weiterzuverarbeiten, die hier mal nach einem seeeehr leckeren Essen angefallen sind. Hier wird eben alles verwertet ;)
Zuerst habe ich die Knochen in mehreren Schritten in einer Spüli-Lauge ausgekocht und ordentlich gereinigt. Keine Bilder davon, dat is langweilig. Suppe kochen halt, nur mit Spülmittelgeruch dabei ;)

Dann habe ich die Knochen auf eine passende Länge zugesägt. Noch die Kanten zurechtschmirgeln und weiter geht's.
Ja, was soll eigentlich aus den Knochen werden?
Die Antwort:
Nålhusen (ist das der korrekte Plural von
Nålhus? Ich habe leider (noch? who knows?) keine schwedische Grammatik gelernt, aber nach Gefühl kommt bei mir halt der Plural raus...Verbesserungen werden gerne angenommen!)
Damit ihr wisst, was ich meine,
HIER ein kleiner Link zur Veranschaulichung. In der saamischen Variante heißt das Ding
Nallo Goahti. In Birka wurden auch Nadelbehälter gefunden, allerdings wurden diese waagerecht getragen. So eines will ich auch noch bauen, aber aus einem etwas dickeren Knochen mit mehr Freiraum im Inneren, damit ich die Öse auch ordentlich befestigen kann.


Noch rasch einen Streifen Leder in Form geschnitten und die Ahle eingespannt (Ja. Toll. Ich bekomme sie nach getaner Arbeit mal wieder nicht aus dem Heft. Wo rohe Kräfte...usw. *g* Nachher mal mit der Zange drohen ;) ) und schon kann der Messingring befestigt werden.
Die Nadeln werden entweder direkt ins Leder gepinnt, oder aber in ein Stückchen Stoff, welches dann um den Lederstreifen gewickelt wird.

Wenn man an die Nadeln kommen will, wird der Knochen einfach nach oben geschoben:

Ob ich die Knochen auch noch mit Ritzungen verziere, weiß ich noch nicht. Eigentlich gefallen sie mir so schon ganz gut. Und einen Knochen habe ich noch übrig, evtl. werde ich für den kein Leder benutzen, sondern ein Band weben und den Ring quasi gleich mit einweben.
Achja, und habe ich erwähnt, dass die neue Kamera toll ist? :D